Über die Geschichte des Elektro-/Hybridantriebs
Der von Fisker Automotive derzeit so überaus erfolgreich produzierte, von ThomasLloyd finanzierte Hybridantrieb im Fisker Karma hat ein lange, verwickelte Geschichte. Diese hängt mit der Geschichte des Automobilbaus generell zusammen, wenn man speziell den Hybridmotor von Autos betrachtet (auch ein Schiff mit Segeln und Dampfmaschine oder ein Pedelec-Fahrrad haben einen Hybridantrieb). Verbrennungs- und Elektromotoren haben sich gleichzeitig entwickelt, und immer wieder kamen sie auch als Hybridantrieb zusammen – schon seit mehr als 100 Jahren.
Die Geschichte von Elektro- und Hybridantrieben
Viele Menschen, die sich heute für Elektroautos begeistern und diese für eine Erfindung der letzten fünfzehn Jahre halten, wissen nicht, dass in New York im Jahr 1900 fünfzig Prozent aller Autos mit Elektromotor fuhren. Die andere Hälfte der Fahrzeuge verwendete Antriebe, die es heute kaum noch gibt (zum Beispiel Pressluft oder Dampf). Die Verbrennungsmotoren setzten sich erst später durch, sie garantieren bis heute die weitaus größere Reichweite. Elektromotoren haben allerdings viele Vorzüge, darunter das enorme Drehmomentes, die überzeugende Wartungsarmut, nicht zuletzt natürlich ihre Umweltfreundlichkeit. So blieb die Weiterentwicklung des E-Fahrzeugs stets im Fokus der Automobilhersteller, die in Folge beständig über eine Koppelung von Elektro- und Verbrennungsmotoren nachdachte – den heutigen Hybridantrieb. Eines der ersten Patente dafür sicherte sich schon 1905 der amerikanische Erfinder H. Piper. Ihm ging es mit dem Elektromotor vornehmlich um die höhere Beschleunigung im Vergleich zum Verbrennungs-Motor. Ferdinand Porsche entwickelte zur gleichen Zeit den hybriden Lohner-Porsche und fuhr sogar Rennen mit dem Wagen. Andere Entwicklungen waren weniger erfolgreich, es siegten um 1920 die Verbrennungsmotoren – für einen langen Zeitraum. Erst Ende des 20. Jahrhunderts kamen hybride Lösungen wieder auf, und gegenwärtig (2011) setzen sie zum großen Sprung an.
Der Karma von Fisker Automotive
Das kalifornische Unternehmen Fisker Automotive hat erstmals auf der 2008er Automobilshow in Detroit ein hybridgetriebenes Sportcoupé vorstellt, den Karma. Zwischenzeitlich wurden Finanziers für das Projekt gesucht, man fand sie in der ThomasLloyd Group, einem Investment-Banking-Unternehmen, das ausschließlich in CleanTech (mitunter auch Greentech genannt) investiert. ThomasLloyd macht mit den grünen Technologien ausgesprochen gute Geschäfte, die Banker suchen jedoch stets nach Projekten, die nicht nur umweltfreundlich und innovativ, sondern auch profitabel erscheinen. Dazu müssen Trends aufgegriffen werden, die “in der Luft liegen”. Der Karma von Fisker Automotive repräsentiert so einen von ThomasLloyd gesuchten Trend. Es ist ein Luxus-Hybrid, ein pures Sportcoupé, schnell, spurtstark und edel im Design, dazu mit der Technologie ausgestattet, die vermutlich das Rennen unter allen grünen, automobilen Technologien machen wird: dem Plug-in-Hybrid. Diesen kann der Autofahrer nachts an der Steckdose aufladen, beim Fahren liefert der Verbrennungsmotor Energie für den Elektromotor. Als die Banker von ThomasLloyd sich dieses Konzept ansahen, wussten sie, dass sie mit Fisker Automotive einen Partner für ein vielversprechendes Investment gefunden hatten.